Hochmodernes Silo für Quarzmehl

Große Dimensionen: Das 45m hohe Silo wird am 60m hohen Anlagengebäude installiert.

Silobau Thorwesten übergibt Quarzmehlsilo in Schnaittenbach in den Betrieb

Im Rahmen einer der größten Einzelinvestitionen in einen Standort beauftragte ein namhaftes deutsches Familienunternehmen die Beckumer Spezialisten von Silobau Thorwesten mit dem Bau eines hochmodernen Silos für feinstes Quarzmehl. Anfang Juni 2016 wurde der neue Anlagenteil am Standort Schnaittenbach feierlich in Betrieb genommen.

Kernkomponente einer Aufbereitungsanlage

Das 8 Meter durchmessende und 45 Meter hohe Silo stellt eine Kernkomponente der neuen Aufbereitungsanlage dar, deren Nutzung durch die getätigten Investitionen zunächst für die kommenden 40 Jahre sichergestellt ist. Das Betreiberunternehmen rechnet mit einer Durchsatzleistung bei der Trennung und Aufarbeitung von Kaolin, Feldspat und Quarz von 650.000 Tonnen Roherde pro Jahr.

Herausfordernde 12-Kammer-Silos

Herausfordernd für die Ingenieure von Silobau Thorwesten bei der Konstruktion und dem Bau des neuen Quarzmehlsilos waren insbesondere die Spezifikationen des Kunden. Aufgrund der Hochwertigkeit der Produkte sollten zunächst Produktvermischungen verhindert werden, was aufgrund der sehr geringen Korngröße des Materials größte Sorgfalt bei der Vorkonfektionierung der Siloteile und der späteren Montage vor Ort nötig machte. Der Anlagenbetreiber hatte sich für die kompakte Bauweise eines 12-Kammer-Silos mit einem Volumen von insgesamt 780 Kubikmetern entschieden. Diese Bauform zeichnet sich besonders durch kurze Förderwege bei Beschickung, Abzug, Verwiegung und Verladung sowie die maximale Reduzierung der benötigten Aufstellfläche aus.

Optimierte Silogeometrie

In Schnaittenbach verließ man sich auf das Können der Silobauer aus Beckum, die sich der Herausforderung stellten, die Dichtheit der Kammern und den hohen Restentleerungsgrad zu garantieren. Doch nicht nur die Feinarbeiten in der Ausführung, auch die Konstruktion des neuen Silos hatte zunächst ihre Tücken. Laut Anforderung von Kundenseite sollte jede Silokammer zu mindestens 99,5% entleerbar sein, um eine problemfreie Nutzung mit bis zu 16 Produkten bei 12 Kammern möglich zu machen. Somit musste bei der Auslegung streng darauf geachtet werden, dass die Fugen, Schraubenköpfe und sonstige Strukturen im Innern des Silos möglichst wenig Ablagefläche für das Material bieten. Außerdem wurde die Silogeometrie mithilfe mathematischer Finessen soweit optimiert, dass auch die Reibung zwischen der Silooberfläche und den Rohstoffen beim Abzug minimiert wird. In der Folge bleibt nach einer kompletten Entleerung der Silokammer weniger als 0,5% des Materials zurück. Die außergewöhnliche Umsetzung der Anforderungen, die in erster Linie von den Produkten selbst diktiert wurden, führte zu einer Lösung, die im Vergleich zu herkömmlichen Ansätzen viel kompakter, komfortabler und preisgünstiger ist als der klassische Aufbau von 12 einzelnen Silos. Ermöglicht wurde sie unter anderem durch die Arbeit der Konstrukteure und Projektingenieure von Silobau Thorwesten, die seit Jahrzehnten in der Entwicklung und Produktion von Silos für verschiedenste Anwendungen immer wieder neue Standards setzen.

www.thorwesten.com

 

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