Ferdinand Doppstadt gibt Einblick

Neuausrichtung im Produktbereich Hacker unter Führung der LIG

Unter dem Dach der Langenberger Innovation Group (LIG GmbH), ehemals Doppstadt Familienholding GmbH, organisierte Inhaber und Geschäftsführer Ferdinand Doppstadt Ende 2019 seine Beteiligungen neu. Die LIG bündelt alle Kompetenzen der zur Gruppe gehörenden Unternehmen mit klarem Fokus auf einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Die Gruppe umfasst Unternehmen und Marken aus den Geschäftsfeldern Recycling, Mineral & Rohstoffe sowie Bioenergie/Biomasse. Im Interview schildert Ferdinand Doppstadt seine Strategie für die Forstwirtschaft sowie den Schwerpunkt der zukünftigen Produktentwicklung für diesen Bereich.

Das Interview

Ferdinand Doppstadt 

Herr Doppstadt, wie fügen sich LIG, die Marke Doppstadt und der Hacker künftig zusammen?

Doppstadt ist die Marke innerhalb der LIG, die sich mit ihrem gesamten Produktportfolio künftig ausschließlich auf das Geschäftsfeld Recycling fokussiert. Der großen Bedeutung des Geschäftsbereichs Bioenergie/Biomasse tragen wir Rechnung, indem die Produktion der Hacker in die Verantwortung der LIG übergeht. Dabei achten wir sehr genau darauf, dass auch die Hacker, die über die Marke Doppstadt jetzt im Markt sind, weiter zuverlässig von uns betreut werden.

Mit dem Übergang der Hacker in die Verantwortung der LIG schärfen Sie also die Strukturen der Gruppe. Was war der Auslöser für diese Entscheidung?

Das Geschäftsfeld Bioenergie/Biomasse und damit das Thema Hacker sowie der Forst sind für mich eine Herzensangelegenheit und deshalb von großem persönlichem Interesse. Gleichzeitig ist es ein gutes Beispiel für das klare Ziel der Unternehmensgruppe, „Best in Class“ der jeweiligen Branche zu sein. Denn genau das wollen wir im Bereich der Hacker mithilfe des Übergangs in die Verantwortung der LIG erreichen. Der Wettbewerb ist in diesem Segment sehr stark und der Markt dynamisch, zumal die Anforderungen der Kunden stetig wachsen und komplexer werden.

Was heißt das für die LIG und Doppstadt?

Während sich die Marke Doppstadt ausschließlich auf das Recycling fokussiert, geht die LIG sozusagen in die Werkstatt zurück und entwickelt zukunftsfähige technologische Lösungen. Wenn wir dort wieder rauskommen, dann möchten wir Hacker anbieten, die alle Anforderungen unserer Kunden für die nächsten Jahre erfüllen. Bereits jetzt finden umfassende Marktrecherchen und Gespräche mit Anwendern statt, um wertvolle Impulse für die Produktweiterentwicklung zu sammeln.

Was passiert mit den bestehenden Doppstadt-Hackern?

Der Auftragsbestand der Hacker ist positiv und laufende Bestellungen wickelt Doppstadt wie gewohnt ab. Auch in Zukunft ist der Forst für uns ein wichtiges Betätigungsfeld, denn alle Serviceleistungen laufen wie gewohnt weiter und die Ersatzteilversorgung ist natürlich ebenfalls sichergestellt. Das ganze Doppstadt-Team freut sich, dass uns die DH-Baureihe in dieser Form noch länger begleiten wird – auch wenn Doppstadt keine neuen Hacker mehr produziert.

Welche Strategie verfolgt die LIG für die Forstwirtschaft?

Mit unseren Lösungen bieten wir all denen innovative Produkte, die im Bereich der nachhaltigen Energien wachsen wollen. Deshalb ist vor dem Hintergrund globaler Themen wie Klimawandel und Rohstoffknappheit der Bereich Bioenergie/Biomasse, insbesondere der nachwachsenden Rohstoffe, für uns von großer Bedeutung. Hier kommen die Hacker ins Spiel: Wir setzen den Schwerpunkt auf die Entwicklung von Industrie- und Offroad-Hackern für die Bereiche Forst, Garten- und Landschaftsbau sowie Straßenunterhaltung – sowohl in Form mobiler als auch stationärer Lösungen.

Welche konkreten Maßnahmen stecken hinter diesem Ziel?

Wir prüfen derzeit mehrere Optionen für unsere Neuaufstellung in diesem Segment und führen im Zuge dessen auch Gespräche mit anderen Unternehmen. Das kann in Form von Kooperationen, Übernahmen, Beteiligungen oder der Schaffung von Eigenmarken geschehen – das ist noch völlig offen. Deshalb ist es zu diesem Zeitpunkt noch zu früh, um konkrete Maßnahmen zu kommunizieren. Fest steht: Wir werden im Hacker-Bereich zukünftig mit technologisch fortschrittlichen Produkten auftreten, die voll und ganz auf die Bedürfnisse der Branche ausgelegt sind. Allerdings nicht mehr unter der Marke Doppstadt.



Doppstadt Umwelttechnik GmbH
Steinbrink 13
D-42555 Velbert

T: +49 2052 889 681

Thomas.Willeke@doppstadt.de


www.doppstadt.com

 

 

 

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